

Wann sollte eine BIL Nennleistung
vorgegeben werden?
Geräte, die nach einer bestimmten BIL Nennleistung (BIL – Basic Insulation Level oder Basic Impulse Level) gebaut werden, wurden entwickelt und getestet, um hohen Impulspegeln standhalten zu können. Um eine bestimmte BIL Nennleistung zu erreichen, muss ein Gerät in der Lage sein, einem simulierten Blitzimpuls mit einer Wellenform von 1,2/50 µs und mit sowohl positiven als auch negativen Polaritäten standzuhalten. Der Impuls erreicht seine Spitze bei 1,2 µs und fällt in 50 µs auf die Hälfte des Spitzenwertes ab. Die BIL Nennleistung wird in
Kilovolt (kV) angegeben.
Steuer- und Regelungsanlagen bzw. Power-Management-Subsysteme in Anwendungen mit mittlerer bis hoher Spannung bei PCB-Level sind zunehmend Stromstößen von unterschiedlicher Dauer und verschiedenen Spannungspegeln ausgesetzt. Das Ergebnis können „falsche Trigger“, wiederholte An-Aus-Zyklen, eine geringere MTBF und Totalausfälle sein. Die BIL Nennleistung war bisher für gewöhnlich auf Gas- und Flüssigkeitstransformatoren beschränkt, die sich im Außenbereich befinden und zumeist BIL-Anforderungen von über 100 kV aufweisen. Dies hat sich mittlerweile geändert, da sowohl die interne als auch die externe Stromnetzsättigung in Verbindung mit Blitzeinschlägen, induktiven Lasten, Lastabweichungen und Zuschaltungen am Netz häufiger Stromnetzstörungen in Form von Spannungsstößen verursachen. In der Menüleiste auf der linken Seite finden Sie Links zu Datenblättern zu den neun wesentlichen Konstruktionsplattformen für Geräte mit BIL Nennleistung, die jetzt zusammen mit kV Nennleistungen erhältlich sind.